SFTR – Meldepflicht für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte

Securities Financing Transactions Regulation  

Ziel der Meldepflicht gemäß SFTR 

Am 12. Januar 2016 ist die Verordnung 2015/2365 über die Transparenz von Wertpapierfinanzierungsgeschäften und der Weiterverwendung sowie zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 in Kraft getreten. Die Verordnung soll vor allem im Schattenbankwesen für Transparenz und Stabilität sorgen. Dadurch können Risiken frühzeitig erkannt und überwacht werden. Die Meldepflicht im Rahmen von SFTR verschärft die bereits 2017 in Kraft getretenen Transparenzanforderungen an Asset Manager sowie die Vorschriften an die Weiterverwendung von Sicherheiten aus dem Jahr 2016.

Die Europäische Kommission hat am 13. Dezember 2018 dem finalen Entwurf der technischen Regulierungsstandards (RTS) zugestimmt. Am 22.03 wurden die RTS und ITS im EU Journal veröffentlicht und sind somit am 11.04 in Kraft getreten. Des Weiteren veröffentlichte die ESMA am 27. Mai 2019 das Konsultationspapier zu den Level 3 Guidelines. Die ESMA plant eine Veröffentlichung der finalen Guidelines in Q4 2019.

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Auswirkungen durch die SFTR Meldeanforderungen   

Kontrahenten

Meldepflichtig sind finanzielle und nicht-finanzielle Gegenparteien mit Sitz in der EU oder Gegenparteien, die das Geschäft über eine in der EU ansässige Tochtergesellschaft durchführen:

 

  • Wertpapierfirmen / Kreditinstitute
  • Zentrale Gegenparteien (CCPs) und Zentralverwahrer (CSDs)
  • Versicherungen, Rückversicherungen, Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung / OGAW / AIF
  • Nicht-finanzielle Gegenparteien

Betroffene Produkte

  • Repo / Pensionsgeschäfte
  • Buy/Sell-back-Geschäfte (Kauf-/ Rückverkauf) oder Sell/Buy-back-Geschäfte (Verkauf-/Rückkauf)
  • Wertpapier- und Warenleihgeschäfte
  • Lombardgeschäfte (margin lending transactions)

 

Meldepflichtig sind Neuabschlüsse, Änderungen sowie Beendigung des Geschäfts

Datenkategorien


  • Kontrahentendaten 
    Produktabhängig bis zu 18 Datenfelder
  • Daten zum Kredit und Sicherheitsaustausch
    Produktabhängig bis zu 99 Datenfelder
  • Margin Daten bei CCP geclearten Geschäften
    Produktabhängig bis zu 20 Datenfelder
  • Daten zur Weiterverwendung von Sicherheiten
    Produktabhängig bis zu 18 Datenfelder

Laut aktuellem Stand sind für Pensionsgeschäfte 113, für Buy-sell back-Geschäfte bzw. Sell-buy back-Geschäft 95, für Wertpapier- oder Warenleihgeschäfte 130 und für Lombardgeschäfte 64 Datenfelder zu melden.

Umsetzungszeitraum   

Ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der RTS haben Kredit- und Wertpapierinstitute 12 Monate Zeit für die Umsetzung der Anforderungen. Für Versicherungen, OGAWs und AIFs gilt ein längerer Umsetzungszeitraum.
Erfahrungsgemäß betreffen Umsetzungen von Regularien folgende Themen- und Verantwortungsbereiche:

Datenbereitstellung

  • Vollständigkeit der internen Daten und deren Qualität
  • Datenqualität und -umfang von externen Parteien (z.B. Datenlieferanten (z.B. Tri-Party Agents) und Kontrahenten)

Prozesse

  • Abwicklungsprozesse einer Transaktion / Transaktionskette auf Basis eindeutiger Merkmale (UTI, LEI)
  • Komplexe Reportingprozesse (z.B. Meldepflicht bei Lifecycle-Events –> Trigger Logic)
Unternehmensbereiche

  • Front Office (z.B. Handel)
  • Middle Office (z.B. Abstimmung)
  • Settlement
  • Back Office (z.B. TX-Reporting)
  • Compliance / Legal (z.B. Vertragsmanagement)

Mögliche Synergien mit anderen Regularien  

EMIR

Der Meldeprozess von SFTR ähnelt den Abläufen des EMIR Reportings. Um existierende Meldeinfrastrukturen nutzen zu können, orientiert man sich bei der Definition von Datenfeldern und Formaten an dem bereits existierenden EMIR Reporting.

Beispielsweise wird die unter EMIR verpflichtende Nutzung einer UTI ebenfalls unter SFTR für die Verlinkung der zusammengehörenden Wertpapiertransaktionsgeschäfte genutzt.

MiFID II

Unter SFTR gemeldete Transaktionen dürfen nicht noch einmal im Rahmen von MiFID II gemeldet werden.

Ausgenommen sind Transaktionen mit unter SFTR nicht meldepflichtigen Kontrahenten, z.B. EZB sowie nationale Notenbanken, die unter MiFID II berücksichtigt werden müssen. Deshalb können beide Regularien bei der Umsetzung von SFTR nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Dies könnte für das bestehende MiFID II Reporting zu Anpassungen führen.

EZB Geldmarktstatistik

Ein wesentlicher Anteil der unter SFTR meldepflichtigen Produkte wird bereits heute im Rahmen der EZB Geldmarktstatistik (MMSR) gemeldet. 

Eine Nutzung der dort vorhandenen Inhalte und Formate könnte den Umsetzungsaufwand für SFTR hinsichtlich Kosten und Zeit verringern.

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        Sladjan Seferovic

        Managing Partner

        Tel.: +49 179 948 876 57
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        Manager

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